Der Orgelsommer geht in die 32. Runde

Der 32. Durchgang des „Landsberger Orgelsommers“ bringt in 12 Orgel-Matineen erneut zahlreiche renommierte Interpreten mit interessanten Programmen nach Landsberg. Bereits am 24. Juni gab mit Samuel Kummer von der Dresdener Frauenkirche ein international gefragter Solist sein erstmaliges Gastspiel an der großen Schmid-Orgel in Landsberg.
Am 1. Juli geht es gleich mit einem Höhepunkt weiter: mit Naji Hakim kommt einer der ganz Großen seines Fachs, nicht nur in Europa, sondern weltweit. Der gebürtige Libanese studierte am Conservatoire National Supérieur de Musique in Paris und schloss es in sieben Fächern – von Konzertfach Orgel über Improvisation bis hin zu Komposition – mit der höchstmöglichen Bewertung ab. Er wurde Titularorganist an der berühmten Basilika Sacré-Cœur und 1993 als direkter Nachfolger von Olivier Messiaen Organist an der Kirche Sainte-Trinité. Aber nicht nur als Virtuose, sondern auch als Komponist ist Hakim einer der bedeutendsten Vertreter seines Fachs. In der ganzen Welt werden seine Werke gespielt, so auch im diesjährigen Landsberger Orgelsommer.
Ebenfalls aus Paris kommt dann am 12. August Karol Mossakowski. Er ist der weitaus jüngste Interpret beim diesjährigen Orgelsommer – und mit erst 27 Jahren ein strahlender „rising star“ am Organis­tenhimmel. Er hat erst vor kurzem sein Studium am Pariser Elite-Konservatorium abgeschlossen, wo er von den beiden Notre-Dame-Organisten O. Latry und P. Lefebvre unterrichtet wurde und außerdem in die hohe Improvisationsschule von Thierry Escaich ging. Escaich bezeichnet Mossakowski als Ausnahmebegabung, als einen der besten Schüler, die er je hatte. Keine Frage: den Namen wird man sich merken müssen!
In diesem Jahr kommen etliche Interpreten nach Landsberg, die in Deutschland an renommierten Stellen tätig sind: etwa Christian von Blohn aus dem Saarland (15. Juli), Christoph Kuhlmann von der Andreas­kirche in Köln (29. Juli) oder der Organist der Hamburger Michaeliskirche, Christoph Schoener (5. August). Fast schon „alte Bekannte“ sind Hans Ole Thers aus Kopenhagen (19. August) und Roman Perucki aus Danzig (22. Juli). Der vielseitige und unermüdliche Organist und Generalmusikdirektor der Philharmonie in Danzig bringt diesmal seine Frau mit, die Violinistin Maria Perucka. Zusammen spielen die beiden eine ein­drucks­­volle Passacaglia ihres Landsmanns Jan Bielecki.
Nur zwei italienische Musiker sind in diesem Jahr dabei, nämlich das Orgel-Duo Giuliana Maccaroni und Martino Porcile aus Pesaro, wo sie an der Kathedrale bzw. an der Christkönigskirche als Kapellmeister bzw. Organistin tätig sind. Pesaro ist die Heimatstadt von Gioachino Rossini, der vor 225 Jahren dort geboren wurde. Mit seinen 39 Opern prägte Rossini die Gattung der Opera buffa nachhaltig. Besonders etliche seiner Ouvertüren haben sich als Konzertstücke respektive Ohrwürmer verselbständigt. Als Botschafter Pesaros werden Maccaroni & Porcile Rossini-Werke in Fassungen für Orgel vierhändig darbringen. Ein großer Spaß für Ausführende und Publikum!

Überhaupt sind die Programme aller Interpreten wieder durch große Abwechslung geprägt. Bach und die französische Romantik sind natürlich als Schwerpunkte vertreten. Gleich zwei große Werke von Alexandre Guilmant kommen zur Aufführung, nämlich die Orgelsonate Nr. 1 (am 2.9.) und die Nr. 2 (am 19.8.). Und Mozarts große f-moll-Fantasie KV 608 kann man in zwei Interpretationen vergleichen, nämlich am 8.7. und 9.9. Etliche Organisten zollen den 500 Jahren Reformation Respekt, die 2017 gefeiert werden. So ist das berühmteste Kirchenlied von Martin Luther – „Ein feste Burg“ – gleich in drei verschiedenen Vertonungen bzw. Bearbeitungen zu hören (24.6., 15.7. und 22.7.) Insgesamt wird es wieder ein klangprächtiger und farbenreicher Orgelsommer, auf den sich das große Stammpublikum ebenso freut wir die zahlreichen Tagesgäste, die aus Nah und Fern zu den samstäglichen Orgelklängen nach Landsberg kommen.

 

Jardim Botanico in der Kunsthalle

Am Dienstag, 25. April lädt der Verein „realtime – Forum Neue Musik“ gemeinsam mit dem „Ensemble New Babylon“ in die Kunsthalle Bremen ein.

Passend zu den geometrischen Formen und Farben der raumbezogenen Wandmalerei von Sarah Morris spielen die Pianistin Claudia Janet Birkholz und das Ensemble New Babylon im Foyer der Kunsthalle ein Programm mit Musikstücken, die auf die Wandinstallation reagieren. Die Komponisten Anton Wassiljew und Benedikt Bindewald komponierten eigens für dieses Konzert Auftragswerke, die zur Uraufführung kommen werden.
Außerdem werden Werke für Klavier, toy-piano, Ensemble und Elektronik von Maderna, Vasks, Lucier, Haas und Kakinuma zu hören sein.
Das Konzert wird moderiert.

Eine Kooperation von realtime – Forum Neue Musik e.V. sowie dem Ensemble New Babylon mit der Kunsthalle Bremen

Unterstützt vom Senator für Kultur und der Karin-und-Uwe-Hollweg-Stiftung

Karten: an der Abendkasse
Reservierungen über realtime-forum.de
Eintritt: 14 € / erm. 10 €

Jardim

Let’s Talk Music

Gesprächskonzert in der Stadtwaage  

Am Donnerstag, 6. Oktober 2016, hatte Claudia Janet Birkholz, Pianistin und Dozentin für Neue Musik an der HfK Bremen, erneut zum Gesprächskonzert „Let’s Talk Music“ in die Stadtwaage Bremen geladen. Gast war der Komponist Prof. Kilian Schwoon, der über seine Komposition sprach. Schwoon lehrt an der Hochschule für Künste (HfK) in Bremen unter anderem „elektroakustische Musik“.
Birkholz moderierte das Konzert, spielt und erklärte neben Schwoons Werk auch Stücke von Luigi Nono, Georg Friedrich Haas, Karlheinz Essl am Flügel.

 

In Kooperation mit der Sparkasse Bremen.

Infos: realtime-forum.de

31. Landsberger Orgelsommer startet

Am Samstag, 25. Juni startet mit Martin Baker aus London der
31. Landsberger Orgelsommer 2016. Auch in diesem Jahr bietet das Programm hervorragende Organistinnen und Organisten aus Europa, die sich mit ihrem Spiel jeden Samstag 11.15 Uhr in der Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Landsberg am Lech vorstellen werden.

Zum Auftakt am 25. Juni spielt Martin Baker aus London. Baker wurde bereits mit 24 Jahren an die Westminster Abbey berufen und hat seit 2001 an der Westminster Cathedral die Stelle des „Master of Music“ inne. Er leitet dort den weltberühmten Chor, gibt außerdem Konzerte in der ganzen Welt.
In Landsberg wird er Clarkes „Trumpet tune in D“, Händels „Konzert B-Dur“ und Regers Fantasie über den Choral „Eine feste Burg ist unser Gott“ aufführen und – wie es die Tradition großer Organisten ist – die hohe Kunst der Improvisation zeigen.

In den nachfolgenden Wochen werden Organisten aus ganz Europa während des Orgelsommers an der großen Orgel ihr Können unter Beweis stellen, indem sie Werke auswählen, die ihnen am Herzen liegen oder ihre Heimat repräsentieren.

Nach zwölf Matineen wird der Orgelsommer am 10. September mit Peter Bader aus Augsburg zu Ende gehen.

Weitere Informationen und das komplette Programmheft unter: http://www.landsbergerkonzerte.de/

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Innenseite LMZ Juli 2016

Let’s Talk Music im Juni

Neues Gesprächskonzert in der Stadtwaage  

Claudia Janet Birkholz, Pianistin und Dozentin für Neue Musik an der HfK Bremen und Vorsitzende des Vereins „realtime – Forum Neue Musik“, lädt am 2. Juni um 20 Uhr erneut zum Gesprächskonzert „Let’s Talk Music“ in die Stadtwaage Bremen. Gast ist die Hamburger Künstlerin Antoni Knigge, die sich mit einer raumbezogenen Arbeit vorstellt. Birkholz spielt am Klavier Werke von Herndler, Ligeti, Otte und Stockhausen und beantwortet Fragen des Publikums.

In Kooperation mit der Sparkasse Bremen.
Gefördert von der Waldemar Koch-Stiftung.
Karten: 14 / erm. 8 Euro gibt es an der Abendkasse.

Lesebühne in der Kulturküche

Am Donnerstag, 26. Mai, findet 19 Uhr erstmals die  „Lesebühne in der Kulturküche“ im Herzen Bremens statt. Die Bremer Autorin Anke Fischer lädt Autoren und Autorinnen der Region ein, kurze Geschichten zu einem Thema zu lesen.

Dieses Mal heißt es: „Unterwegs – in der Welt und im Leben“.

Die Protagonisten der Texte entdecken die Welt und sich selbst, sind überrascht, lakonisch, gerührt, enttäuscht und erfreut. Fünf Autorinnen nähern sich diesem Thema in Kurzprosa bis Lyrik und regen zum Nachdenken und Nachmachen an.

Es lesen:
Anke Fischer (Bremen), Luisa Chillinksy (Bremen), Ute Hedenkamp (Bremen),
Theresa Link (Hildesheim), Tilman Wittenhorst (Hannover)

Zu dieser Lesebühne und den nachfolgenden ab September können sich interessierte Kreative mit ihren Texten direkt bei Anke Fischer bewerben. Nähere Infos zu den jeweiligen Themen gibt es auf der Homepage: anke-fischer.de

Ort: Kulturküche Bremen, Teerhof 20, 28199 Bremen
Beginn: 19 Uhr
Kosten: Spende am Ende

 

Lesebühne Kulturküche klein

Lesebühne im Lisboa

Die nächste Lesebühne im kleinen Café Lisboa in der Neustadt startet wieder am
Donnerstag, den 31. März 2016 um 19 Uhr.

Dieses Mal geht es um das Thema:
„Alles oder Nichts – Geschichten über das Leben“
Von Menschen, die gelebt werden oder vor sich hin leben, bis sie sich entscheiden: Alles oder Nichts!

Wer wagt gewinnt? Wer alles auf eine Karte setzt, wird belohnt?
Nicht bei unseren Protagonistinnen, die in Konventionen gefangen sind und sich nicht entscheiden können. Und wenn doch, was passiert dann?
Vor und zwischen den Geschichten werde ich moderieren, die GastautorInnen vorstellen und in die Texte einführen. Es wird spannend, tiefgründig und trotzdem kurzweilig, nachdenklich, überraschend und wunderbar!

Im Café gibt es Tapasteller und Getränke aller Art.
Ort: Café Lisboa, Friedrich-Ebert-Straße 121 in Bremen
Beginn: 19 Uhr, Pause nach 45 Minuten, anschließend noch einmal etwa 30 min Lesung.
Eintritt: Jeder zahlt soviel er mag.

Infokarte_Lesebuehne Lisboa 31-Maerz

 

Lesung im „miniverse“

Am kommenden Donnerstag, 25. Februar um 19 Uhr findet eine Lesung mit Studierenden der Uni Bremen aus dem Seminar “Kunst und Kreatives Schreiben” zur Eröffnung der Ausstellung von Ulrich Graf-Nottrodt statt:

Einladung zur Vernissage der Fotoausstellung mit Lesung
miniverse – Große Abenteuer klitzekleiner Leute

365 Tage, 365 Fotos, 365 Ideen:
Unter diesem Motto fotografierte der Bremer Grafikdesigner und Künstler Ulrich Graf-Nottrodt ein Jahr lang Modellbahnfiguren im Maßstab von 1:87 in witzigen, nachdenklichen und skurrilen Szenen und erschuf so seine eigenen Miniaturwelten.

Wir würden uns freuen, Sie zur Ausstellungseröffnung am
Donnerstag, 25. Februar 2016 um 19 Uhr
im Bremer Medienhaus, Schwachhauser Heerstraße 78, 28209 Bremen begrüßen zu dürfen.

Lesung: Autorin Anke Fischer und Studenten der Uni Bremen
Ausstellungsdauer: 25. Februar bis 15. Juni 2016

 

miniverse Einladung

Fantastisch ins Neue Jahr!

Die nächste Lesebühne im Café Lisboa wartet mit allerhand fantastischen und mystischen Geschichten auf – von heiter bis märchenhaft, von skurril bis satirisch!

Am Donnerstag, 28. Januar, 19 Uhr
Mystisches zum Neuen Jahr!
im Café Lisboa 
in der Friedrich-Ebert-Straße in Bremen

Es lesen mindestens fünf AutorInnen und SchreiberInnen aus der Region. Die Texte wurden vorher von mir gelesen und gehört und ich setze sie in eine dramaturgische Reihenfolge, die Spannung und Abwechslung verspricht. Jede AutorIn moderiere ich an und erzähle etwas über Mensch und Werk.

Beginn 19 Uhr, Pause nach 45 Minuten, anschließend noch einmal etwa 30 min Lesung.
Vorher und in der Pause können Getränke und Tapas bestellt werden.

Eintritt: Jeder zahlt soviel er mag!

 

Infokarte_Lesebuehne Lisboa 28-Jan

Silvesterkonzert in Landsberg

Johannes Skudlik spielt an der großen Orgel
in der Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt

Am Silvesterabend bittet traditionell der künstlerische Leiter der Landsberger Konzerte, Johannes Skudlik, selbst zum Orgelkonzert in die Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt. Beginn ist um 22 Uhr. Als Hauptwerke erklingen Stücke von Bach, Liszt und Hakim sowie eine große Improvisation.

Mit einem der bekanntesten Orgelwerke: Bachs Toccata und Fuge d-moll beginnt das Konzert und erklingt mit seinem rhapsodischen Duktus immer wieder frisch und aufregend. Franz Liszt setzte Bach ein musikalisches Denkmal, indem er die Tonfolge b-a-c-h als thematisches Material für eines seiner eigenen, großen Orgelwerke verwendete. Skudlik stellt es ins Zentrum seines Silvesterprogramms.

Naji Hakim, gebürtiger Libanese, war in Paris zunächst Titularorganist an Sacré-Coeur, bevor er Nachfolger des legendären Olivier Messiaen an der Église de la Trinité wurde. Als Professor lehrt er an einem Pariser Konservatorium Komposition, Musikanalyse und Improvisation und ist einer der meistgespielten Komponisten für Orgel unserer Zeit. Johannes Skudlik ist seit vielen Jahren mit Naji Hakim freundschaftlich verbunden und spielte häufig Orgelstücke oder dirigierte Orchesterwerke. Während einer längeren Pariser Fortbildung im vergangenen Jahr hospitierte Skudlik zudem in Hakims Improvisationsunterricht. Für das Landsberger Silvesterkonzert wirft das in zweifacher Hinsicht Früchte ab. Zum einen spielt Skudlik eine Komposition von Hakim, nämlich sein „Te Deum“ für Orgel. Zum andern wird er das Silvesterkonzert mit einer eigenen Improvisation über Weihnachtslieder beschließen.

Das Konzert dauert eine knappe Stunde.
Karten (18 Euro, ermäßigt 12 Euro) gibt es unter
www.landsbergerkonzerte.de, sowie beim Ticketservice Vivell (08191-917412) sowie beim Kreisboten Landsberg (08191-91630. Abendkasse ab 21.15 Uhr.

Silvesterkonzert