„Messa da Requiem“ zu Verdis 200. Geburtstag

Am 13. Oktober wird in der Landsberger Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt unter Leitung von Johannes Skudlik die „Messa da Requiem“ von Giuseppe Verdi mit Nachwuchsstars aus der Solistenszene und dem Orchester Symphony Prag aufgeführt.

Verdi, dessen Geburtstag sich in diesen Tagen zum 200. Mal jährt, hinterließ dieses kirchenmusikalische Werk als Solitär innerhalb seines Gesamtwerks, das hauptsächlich der Oper gewidmet ist. Keine Frage, dass Verdi auch an die Vertonung der Totenmesse wie an eine Oper heranging: Er fand einen Text vor, der ihn tief berührte und so ist das Bemühen um den dramatischen Handlungsablauf, um die richtigen Worte an der richtigen Stelle, auch bei diesem Werk jederzeit zu spüren. Eine große Rolle spielen im Verdi-Requiem die solistischen Partien. Alle vier Sängerinnen und Sänger haben unvergessliche Arien zu singen. So ist die Auswahl der Solisten von entscheidender Bedeutung für die Aufführung.

In Landsberg wird eine durchweg sehr junge Sängergeneration antreten. Große Erfahrung bringt die Mezzosopranistin Alexandra Petersamer mit, eine international gefragte Wagner-, Mahler- und Verdi-Interpretin. Mit ihrem warmen Timbre und ihrer großen Ausdruckskraft überzeugte sie schon vor zwei Jahren beim Konzert mit Mahlers „Auferstehungssinfonie“ in Landsberg.

Ebenfalls kein Unbekannter in Landsberg ist Tareq Nazmi, der schon häufig den Solo-Bass bei liturgischen Aufführungen in Mariä Himmelfahrt übernommen hat. Tareq Nazmi legt derzeit eine steile Karriere hin: Seit einem Jahr ist er festes Ensemblemitglied an der Staatsoper in München und singt auch konzertant unter großen Dirigenten wie Enoch zu Guttenberg, Philippe Herreweghe oder Christoph Eschenbach.

Noch als Geheimtipp gilt der junge Tenor Attilio Glaser, der sein musikalisches Rüstzeug an der Bayerischen Singakademie und an der Münchner Musikhochschule erworben hat. Trotz seines Alters bringt er bereits die Erfahrung der großen Bühne mit: Er debütierte bei den diesjährigen Osterfestspielen in Salzburg beim Wagners Parsifal unter Leitung von Christian Thielemann und ist in diesem Herbst in China beim Beijing Music Festival unter Leitung des Dirigenten Peter Schneider zu Gast.

Besonders gespannt sein darf man jedoch auf die blutjunge Sopranistin Heather Engebretson. Sie stammt aus der „Kaderschmiede“ von Prof. Edith Wiens an der Juilliard School in New York, wo sie heuer ihren Abschluss mit Auszeichnung und dem begehrten „Novick Career Grant“ machte. Mit ihren 23 Jahren hat Engebretson bereits zwei wichtige Gesangswettbewerbe gewonnen und in der jetzigen Spielzeit ein Gast-Engagement an der Staatsoper Hannover. Den Namen Heather Engebretson wird man sich merken müssen.

Davon ist auch Johannes Skudlik überzeugt, der die junge Sängerin bereits live als Requiem-Solistin gehört hat und begeistert war: „Heather hat eine unglaubliche Stimme. Es raubt einem schier den Atem, wenn man dieses zarte Persönchen sieht und dann hört, mit welch müheloser Leichtigkeit sie die große, anspruchsvolle Partie singt. Natürlich ist der Gegensatz zwischen ihrer blühenden Jugend und der Schicksalsschwere eines Requiems riesig, aber gerade das macht das Besondere ihrer Interpretation aus.“

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